Steckbriefe heterodoxer Schulen: Verhaltensökonomik

Eine sehr schöne Einleitung und Zusammenfassung der Thematik Verhaltensökonomie.

generationjetzt

Verhält sich der Mensch bei wirtschaftlichen Entscheidungen nach dem Modell des Homo Oeconomicus?

Dies ist die grundlegende Frage in der Verhaltensökonomik. Es geht vor allem um die Untersuchung, inwieweit der Mensch im Widerspruch zur Modell-Annahme des Homo Oeconomicus steht.

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Die Macht des Unbewussten

Durch das gestiegene Interesse an der Verhaltunsfoschung haben die TV Sender ZDF und Arte eine 2teilige Dokureihe „Die Macht des Unbewussten“ ausgestrahlt. Diese besagte das über 90 Prozent von gesamten Alltags unser Gehirn quasi ohne uns erledigt. Unbewusst, oft ohne dass wir es merken und ist eine weitere sehr wichtige Grundlage um den vorherigen Beitrag weiter zu erläutern:
https://kernanalysen.wordpress.com/2013/05/14/armin-falk-okonomie-neu-denken/

Es zeigt sich das der Verstand im Alltag schnell überfordert ist und es verblüfft wie klein der Einfluss auf die Entscheidungen ist. Neurowissenschafter geben mit neuer 3D Technik Einblick in die Köpfe und versuchen die Frage zu beantworten, wie der Mensch wirklich tickt?  In Experimenten wird nachgewiesen dass die freie Willensentscheidung vom Bewusstsein im nachhinein konstruiert wird. Wegen diesem und noch viel mehr undglaubliche Tricks und Manipulationen wurde diese Doku für den Deutschen Fernsehpreis sowie den bedeutsamen Grimmepreis nominiert.

Die Macht des Unbewussten, Teil 1

Die Macht des Unbewussten, Teil 1

Armin Falk: Ökonomie neu denken

Aus der Reihe „HORIZONTE. Expertengespräche des Stifterverbandes“: Interview mit Armin Falk, Direktor und Professor am Center for Economics and Neuroscience, Bonn, und Direktor der Abteilung für Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Bonn

Ein Gespräch über rationales Herdenverhalten, Bauchentscheidungen, Fairness und Effizienz sowie die wirtschaftswissenschaftliche Politikberatung.

„Wir glauben, dass der Kopf entscheidet, aber häufig ist es doch der Bauch. Ich bin als Wissenschaftler aber nicht ein Anhänger der These, dass wir noch mehr Bauch brauchen. Wir brauchen noch sehr viel mehr Verstand. In der Wirtschaftspolitik sollten wir uns vom Kopf leiten lassen. Aber wir müssen verstehen, wie Menschen sich von ihrem Bauch leiten lassen, um darauf gute Antworten zu finden.“

„Die Ökonomen haben traditionell gesagt: Das eigentliche Problem ist die Allokation, also die Effizienz einer Anordnung, und über die Verteilung kann man sich dann nachher Gedanken machen. Und das ist eben ganz falsch. Die Verteilungsfragen haben unmittelbar eine Konsequenz auf die Effizienz einer Gesellschaft.“

„Das Dogma, dass ungleichere Gesellschaften besser funktionieren, weil sie stärkere Anreize zum Aufstieg generieren, ist einfach nicht mehr haltbar.“

„In Deutschland wird die wirtschaftspolitische Diskussion nicht von den
Leuten dominiert, die in der Forschung sind. Gleichzeitig haben wir aber den Fall, dass die Handvoll von deutschen Ökonomen, die international mitspielen und auch sichtbar sind, sich in der wirtschaftspolitischen Diskussion relativ weit zurückhalten. Und das kann man beklagen.“